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In Echtzeit | Das Coronavirus in Österreich und der ganzen Welt

Von der Redaktion der Kleinen Zeitung

Die Covid-19-Fälle in Österreich steigen kontinuierlich und die Bundesregierung fährt mittlerweile einen entschiedenen Kurs, um die weitere Verbreitung der Pandemie aufzuhalten. Um unseren Lesern in diesen Zeiten gesicherte Informationen über die Ausbreitung der Krankheit zu geben, finden Sie hier die wichtigsten Zahlen und Fakten zum Coronavirus.

Sie stammen zum großen Teil von der amerikanischen Johns Hopkins University, die weltweit verfügbare Informationen in einer Datenbank sammelt und momentan einmal am Tag der Öffentlichkeit zur Verfügung stellt. Die österreichische Daten stammen vom Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz. Visualisiert wurden sie von der Datenvisualisierungsplattform 23°, einem Startup mit Sitz in Wien, das diese Grafiken dankenswerterweise öffentlich zur Verfügung stellt.

Die Epidemie nahm ihren Ausgang in der chinesischen Stadt Wuhan: Anfang Dezember 2019 treten dort erstmals Fälle einer bis dato unbekannten Lungenentzündung auf. Am 7. Jänner 2020 wird der Erreger identifiziert: Es handelt sich um eine neue Art aus der bekannten Familie der Coronaviren. Im Februar bekommt der neuartige Erreger seinen Namen: Er heißt SARS-CoV-2, da er große Ähnlichkeit zum SARS-Virusstamm hat, der 2002/03 für eine Epidemie sorgte.

Bereits am 9. Februar 2020 überstieg die Zahl der registrierten Todesfälle mit über 800 die Gesamtzahl der Todesfälle der SARS-Pandemie 2002/2003. Die Krankheit, die das neuartige Coronavirus auslöst, trägt den Namen Covid-19. Von China aus breitet sich das Virus in der Welt aus – rund um den 20. Februar wird Italien zu jenem Land, das außerhalb von China am stärksten betroffen ist. Mittlerweile ist das Virus auch in den USA angekommen und hat dort über 100.000 Menschen infiziert.

Wie ist der Krankheitsverlauf weltweit?

Noch ist es schwierig, einen allgemein-gültigen Krankheitsverlauf von Corona-Patienten zu beschreiben, da dieser sich stark unterscheiden kann. Die Bandbreite reicht von symptomlosen Verläufen bis zu schweren Lungenentzündungen mit Lungenversagen und Tod. Aus den in China erfassten werden als häufigste Symptome Fieber und Husten berichtet. Dabei verliefen allerdings rund 80 Prozent der Erkrankungen milde bis moderat. Vierzehn Prozent verliefen schwer, aber nicht lebensbedrohlich und in 6 Prozent war der klinische Verlauf kritisch bis lebensbedrohlich. Außerhalb von Wuhan/Hubei und außerhalb von China gibt es Beobachtungen, dass der Anteil milder Verläufe sogar noch höher als 80 Prozent ist.

Bereits am 9. Februar 2020 überstieg die Zahl der registrierten Todesfälle mit über 800 die Gesamtzahl der Todesfälle der SARS-Pandemie 2002/2003. Die Krankheit, die das neuartige Coronavirus auslöst, trägt den Namen Covid-19. Von China aus breitet sich das Virus in der Welt aus – rund um den 20. Februar wird Italien zu jenem Land, das außerhalb von China am stärksten betroffen ist. Die Zahl der Infizierten liegt bereits weit über 100.000 weltweit – und steigt. 

Die aktuelle Situation in der Steiermark und Kärnten

Zwei 24-Jährige aus Innsbruck waren die ersten Erkrankten in Österreich. Mittlerweile wurden aus allen Bundesländern Infektionen gemeldet, die meisten aus Tirol, Oberösterreich und Wien. Trotz laufend steigender Zahlen an Coronavirus-Fällen sind erste Betroffene mittlerweile wieder genesen.

Was muss ich jetzt wissen?

Im folgenden Absatz finden Sie die am häufigsten gestellten Fragen sowie deren Antworten rund um das Coronavirus. Wir versuchen unsere Antworten so aktuell wie möglich zu halten, dennoch stellen sie häufig nur eine Handlungsempfehlung dar und können unter Umständen überholte Informationen enthalten.

Wo kommt das neuartige Coronavirus her?

Seit Dezember 2019 beobachten die Gesundheitsbehörden eine Häufung von Fällen von Lungenentzündungen in der chinesischen Stadt Wuhan. Was die Patienten gemeinsam hatten: Sie hatten 2 bis 14 Tage vor Auftreten der Symptome einen Markt für Meeresfrüchte und exotische Wildtiere (Füchse, Krokodile, Schlangen, Pfaue) in Wuhan City, Provinz Hubei besucht. Als Auslöser der Erkrankung wurde ein neuartiges Coronavirus (SARS-CoV-2) identifiziert, das mit dem SARS Coronavirus eng verwandt ist.

Welche Symptome verursacht das Virus?

Häufige Anzeichen einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus sind u. a. Fieber, Husten, Kurzatmigkeit und Atembeschwerden. In schwereren Fällen kann die Infektion eine Lungenentzündung, ein schweres akutes Atemwegssyndrom, Nierenversagen und sogar den Tod verursachen. Es gibt auch milde Verlaufsformen (Symptome einer Erkältung) und Infektionen ohne Symptome (asymptomatisch).

Wie ansteckend ist dieses neuartige Coronavirus?

Die Mensch-zu-Mensch-Übertragung stellt den wichtigsten Infektionsweg dar. Neben den Sekreten des Atmungstraktes und Speichel könnten auch Ausscheidungen (Harn, Stuhl) und Körperflüssigkeiten (Blut, Rippenfellflüssigkeit, Gelenkspunktate, usw.) infektiös sein.

Wie kann man sich vor Coronaviren schützen?

Wie bei der saisonalen Grippe werden folgende Maßnahmen empfohlen:

  • Waschen Sie Ihre Hände mehrmals täglich mit Wasser und Seife oder einem alkoholhaltigen Desinfektionsmittel
  • Bedecken Sie Mund und Nase mit einem Papiertaschentuch (nicht mit den Händen), wenn Sie husten oder niesen
  • Vermeiden Sie direkten Kontakt zu kranken Menschen, halten Sie etwa 2 Meter Abstand.
Wie gefährlich ist dieses neuartige Coronavirus?

Wie gefährlich der Erreger ist, ist noch nicht genau abzusehen. Momentan scheint die Gefährlichkeit des neuen Coronavirus deutlich niedriger als bei MERS (bis zu 30 Prozent Sterblichkeit) und SARS (ca. 10 Prozent Sterblichkeit) zu sein. Man geht derzeit beim neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2) von einer Sterblichkeit von bis zu drei Prozent aus. Ähnlich wie bei der saisonalen Grippe durch Influenzaviren (Sterblichkeit unter 1 Prozent) sind v. a. alte Menschen und immungeschwächte Personen betroffen.

Gibt es eine Impfung?

Aktuell steht noch kein Impfstoff zur Verfügung. Laut WHO gibt es aktuell mehr als 25 Impfstoff-Kandidaten, die sich aber fast alle in der prä-klinischen Entwicklungsphase befinden – Experten gehen davon aus, dass es zumindest noch 1 bis 1,5 Jahre dauern wird, bis eine Impfung am Markt sein könnte.

Können Mundschutzmasken schützen?

Einmal-Mundschutzmasken sind kein wirksamer Schutz gegen Viren oder Bakterien, die in der Luft übertragen werden. Aber sie können dazu beitragen, das Risiko der Weiterverbreitung des Virus durch „Spritzer“ von Niesen oder Husten bei Personen, die bereits erkrankt sind, zu verringern.

Wie lange überdauert das SARS-CoV-2 Virus außerhalb des Körpers?

Coronaviren reagieren sehr empfindlich auf Umwelteinflüsse. Unter Laborbedingungen können sie Stunden bis mehrere Tage auf glatten Oberflächen überleben. Es gibt allerdings keine Belege, dass Türklinken, Haltegriffe, Geldscheine oder ähnliches bislang bei der Übertragung eine wichtige Rolle gespielt haben; direkter persönlicher Kontakt (länger als 15 Minuten, Abstand unter 1 Meter) stellt derzeit den bedeutendsten Übertragungsweg dar.

Ich habe den Verdacht, mich angesteckt zu haben: Wie verhalte ich mich richtig?

Wer Kontakt zu Menschen aus den betroffenen Regionen hatte oder aus diesen Regionen zurück nach Österreich kommt und innerhalb von 14 Tagen Symptome wie Fieber oder Husten bemerkt: immer zuerst telefonisch melden! Auf keinen Fall einfach zum Hausarzt oder ins Krankenhaus fahren!

Zuerst telefonisch mit Hausarzt Kontakt aufnehmen oder beim Gesundheitstelefon 1450 anrufen, es gibt auch eine spezielle Hotline zum Coronavirus (Tel. 0800 555 621).